Internationale Starts erfordern Ziele WE LOVE TO TWIRL | Erfolg ist eine Folge des Trainings
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Internationale Qualifikation


Um sich beim D.T.S.V. für Europa- und Weltmeisterschaften zu qualifizieren  müssen mehrere Voraussetzungen erfüllt sein, damit sich ein

Athlet/Pair/Team/Gruppe für die EM bzw. WM qualifiziert:

• Präsidium hat Teilnahme des D.T.S.V. an internationalem Turnier genehmigt,

  • d.h. es werden D.T.S.V.-Vertreter entsandt

• Nominierung durch das geschäftsführende Präsidium

• Erreichen der Mindestergebnisse beim Leistungstest

• Erreichung der Qualifikationsmindestpunktzahl zur EM bzw. WM

• Lückenlose Teilnahme am Nationalmannschaftstraining

• Annahme der Nominierung

• Einreichen der Anmeldeunterlagen


Leistungsstests - Was ist das?

  • Leistungssteigerung durch begleitende Leistungskontrollen
  • Erarbeitung eines Konzeptes zur allgemeinen körperlichen Leistungssteigerung sog. Leistungstests (LT)
  • Teilnahmepflicht für alle Sportler, die an EM/WM tanzen möchten
  • Sichtbarmachen der individuellen Leistungssteigerung
  • Vorgabe nach objektiv messbarer Leistung- Meter, Zeit, Wiederholungsanzahl sowie Basistechnik Baton
  • Bei Nichterreichen der Mindestleistung: keine Nominierung in den D.T.S.V. Nationalkader
  • LT‘s für alle  Sportler freiwillige Teilnahme


Vorraussetzung:

kontinuierlich Teilnahme an den LT‘s Leistungskontrollen in monatlichem Abstand.

Abnahme der Tests durch D.T.S.V. Trainer in den Vereinen oder vereinbarten Treffpunkt.


Ab wann macht der LT Sinn?

Es sollten zuerst die geforderten Basisübungen gekonnt werden. So macht es für Vereinstrainer Sinn auch bei Anfängern das Üben von LT  in Auszügen zu starten. Beispielsweise die Übungen horziontal oder Figur 8 zuerst auf Zeit zu üben. Dies macht besonders den jungen Twirlern spaß. Auch das zählen, ehrliche Ergebnisse und damit sportliches Verhalten, faires Einschätzen und Anerkennen von Leistung können dabei gut glernt werden.  


D.T.S.V. Leistungsstest - Regelwerk

Allgemeines:

  • LT- ist ein Qualifikationskriterium zur EM/WM
  • Nur Mai-LT-Absolventen können sich für EM/WM qualifizieren.
  • Absolvent = LT-Besteher mit Ergebnis: „alles in gut“


A-Nationalkader des Vorjahres (EM/WM):

Zwingende Teilnahme: Start November, März, Mai

Jeder (Freestyle/Duo/Team/Gruppe) mit dem Ziel EM/WM muss lückenlos ab November an allen LT’s teilnehmen. Die LT’s November/März müssen von einem lizenzierten D.T.S.V. Trainer abgenommen werden. LT’s müssen nicht zwingend im Heimatverein abgenommen, jedoch in einem D.T.S.V. Mitgliedsverein stattfinden. Die LT-Ergebnisse müssen unaufgefordert innerhalb einer Woche nach Abnahme beim Sportwart komplett eingereicht werden. Ein Attest ist nur gültig, wenn dieses nicht in Vergangenheitsform ausgestellt wurde. Ist beim Sportwart mit den Ergebnissen mit einzureichen. Falls einer dieser allgemeinen Kriterien nicht erfüllt wurde, sind alle LT- Ergebnisse bis zu diesem Zeitpunkt ungültig.


November: Dezentraler Leistungstest

Jeder der das Ziel EM/WM hat muss im November am LT teilnehmen.

Der LT muss vollständig durchgeführt werden.

Wo: in einem D.T.S.V. Mitgliedsverein

Ergebnis LT: keine Vorgabe nur zwingende vollständige Teilnahme

Falls keine Teilnahme im November: Attest nur gültig, wenn dieses nicht in Vergangenheitsform ausgestellt wurde.Vollständige LT-Ergebnisse von September und/oder Oktober muss nachgereicht werden und ersetzen damit das November LT-Ergebnis.


März: Dezentraler Leistungstest

(Nach dem ersten A-Turnier)

Durchschnitt 2.0 muss zwingend erreicht werden

Keine Übung unter ausreichend


Falls keine Teilnahme im März:

Attest nur gültig, wenn dieses nicht in Vergangenheitsform ausgestellt ist.

Vollständige LT-Ergebnisse von Februar und/oder April muss nachgereicht werden. Nachgereichte LT-Ergebnisse ersetzen nur dann das März LT-Ergebnis, wenn durchschnittlich 2.0 erreicht ist.


Mai: Zentraler Leistungstest

Der D.T.S.V. Sportwart und der D.T.S.V. Nationaltrainer lädt Sportler zum Mai LT ein.

Kriterien: Ergebnisse LT November und laufendes Jahr

Erfüllung aller genannten allgemeinen Kriterien


Erhöhung der Qualifikationschancen zur EM/WM

Auf Wunsch des D.T.S.V. Sportwarts kann dieser weitere LT’s anfordern.

Die Twirlingsportler haben dieser Aufforderung Folge zu leisten.


Mai LT -Ergebnis „alles in Gut“

  • 2.0 „Alles in gut“ muss zwingend erreicht werden.
  • Eine Übung in ausreichend: der LT ist beendet.
  • Nicht mehr als drei Übungen in befriedigend. Ist eine vierte Übung in befriedigend ist der LT damit beendet.
  • Pro Übung die in befriedigend eingestuft wurde, maximal 8 Wiederholungen (Gilt nicht für Coopertest)
  • Coopertest wird zu Beginn des LT’s durchgeführt und kann am Ende einmalig wiederholt.


Duo/Team/Gruppe:

  • Team/Gruppe muss ab September in kompletter Formation inklusive Ersatz am LT-teilnehmen.
  • An der Deutschen Meisterschaft kann sich nur ein Duo/Team/Gruppe in der Aufstellung international qualifizieren, die die LT-Ergebnisse erreicht wurden. Das heißt: Das Duo/Team/Gruppe kann sich nur in dieser Formation qualifizieren, in der es an EM/WM startet.
  • Möchte ein Duo/Team/Gruppe nicht an EM/WM teilnehmen, kann dieses Duo/Team/Gruppe in Originalformation starten.



Lt’s – Spiegel für die Sportler

Das Wort Leistungsstest lässt den unbedarften vermuten, dass es sich hierbei um Übungen handelt, die Twirlingsportler überfordern könnte. Nun ja, lästig sind die ewigen Wiederholungen zugegebenermaßen ja schon. Gut zu wissen, wenn man weiß, was bei den Inhalten des LT’s gefordert ist und warum man diese LT’s machen sollte. Wer Sport treibt, weiß sich zu konditionieren und durch das permanente Wiederholen entsprechend zu verbessern.

Für alle Twirler ist eine Übung leicht und eine andere Sache schwer. Es ist immer wieder zu hören:„Also ich setze mich lieber eine ½ Stunde in den Spagat, bevor ich laufe.“ – „Nein – also Spagat ist das Schlimmste, da laufe ich lieber noch 2 Runden extra.“ So bleibt es insgesamt gerecht. Als Sportler ignoriert man dies nicht und ist es gewohnt an Herausforderungen zu arbeiten.


Laufen: Cooper-Test

Twirler wären nicht Twirler, wenn sie gerne Laufen würden. Es ist unumstritten, einen Tanz besser absolvieren, wenn eine gewisse körperliche Grundfitness vorhanden ist. Das sehen alle ein und doch müssen viele zähneknirschend feststellen, dass der Cooper-Test eine ernstzunehmende Hürde ist. Die Zahlen des Cooper-Tests sind für Breitensportler angelegt. Es sollte für jemanden, der an einer WM/EM tanzen möchte möglich sein, diese Mindestvoraussetzung zu schaffen. Vor allem wenn man schnell bemerkt, dass man während des Tanzes etwas mehr Luft hat und sich dadurch länger konzentrieren kann.


Bauchmuskeln

Da im Twirling sehr viele Akrobatische Übungen wie Überschläge in den Choreografien enthalten sind, ist es notwendig die Bauchmuskeln zu kräftigen. Ein muskulär stabiler Rumpf ist Basis und Grundvoraussetzung für jeden Twirler. Er schützt vor Verletzungen, Fehlbelastungen und ermöglicht erst die körperlich anspruchsvolle Übungen.

Eine gut trainierte Bauchmuskulatur erleichtert zudem eine gute Körperhaltung. Dabei wirkt die gut trainierte Bauchmuskulatur dem Hohlkreuz und dem „Entenhintern“ entgegen. Bei einer schwachen Bauchmuskulatur kippt das Becken nach vorne und es entsteht ein verstärktes Hohlkreuz. In Folge verkürzt sich die Rückenstreckmuskulatur und der Bauch wölbt sich nach vorne. Der straffeste Bauch und die schönsten Bauchmuskeln kommen nicht zur Geltung, wenn die Körperhaltung nicht stimmt.

Um einem Hohlkreuz entgegenzuwirken muss der Hüftbeuger gedehnt und die Bauchmuskulatur gekräftigt werden. Die Po-Muskulatur ist bei einem Spitzbauch auch meist zu schwach ausgeprägt.


Das Battement | Wer sich dehnen möchte muss zuvor kräftigen

Ist die Bauchmuskeln gekräftigt, sollte man bei der Beinmuskulatur eines Twirlingsportlers erst recht nicht halt machen.

Die Battements liefern hierfür eine perfekte Grundlage. Die geforderten 90° sind wirklich NUR Basis. Das wirkliche Battement endet mit Bein am Ohr! Im Prinzip wie ein Spagat in der Luft. Während das Bein gehoben wird, sollen keine Ausweichbewegungen stattfinden. Der Rumpf bleibt stabil in einer geraden Haltung mit physiologischem Hohlkreuz (keine Beckenkippung nach hinten, die das "normale Hohlkreuz" auflöst und kein nach hinten lehnen des Oberkörpers) . Das Standbein bleibt gestreckt. Damit der Muskel das Bein optimal heben kann braucht er zwei Voraussetzungen.

1. Eine entsprechend gedehnte hintere Bein und Pomuskulatur

2. Ein über die Rückenmuskulatur stabil gehaltenes Becken, damit der Muskel sich dran verankern und das Bein hochziehen kann. Der Muskel muß in angenähertem Zustand anspannen lernen. Die funktioniert nur über regelmäßiges Training.


Der Spagat

Der Spagat als solcher ist im Bereich der Gymnastik, im Tanzsport - wo Twirlingsport offiziell auch angesiedelt ist - angesiedelt und stellt ebenfalls eine Basisübung dar.

Der Spagat als solcher reflektiert die Bereitschaft sich konstant, bewusst und korrekt aufzuwärmen. Viele Twirler arbeiten dann kurz bevor es ernst wird mit der Brechstange, was nicht selten dazu führt, das es zu Verletzungen kommt. Ein Twirlingsportler hat mit seinem Körper bewusst umzugehen. Nur der Twirlingpsportler/Trainer die vorrausschauend arbeiten, kann/können zu einem bestimmten Termin (MAI-LT) die Fähigkeit erlangen verletzungsfrei diese Übung in „gut“ zu zeigen. Ist dies nicht möglich, wurde sich nicht genug vorbereitet, entsprechend wertfrei analysiert sollte es zukünftig leicht zu optimieren sein.


Unser Sportgerät: Der Baton

„Ein guter Twirler ist rechts und links gleichmäßig trainiert.“ So ist es Zweckmäßig alle Richtungen rechte Hand, linke Hand, vorwärts und rückwärts zu können. Das leuchtet vielen Twirlern und Trainern ein. Wenn man die erreichten LT-Zahlen vergleicht. Auf der Rechten Seite vorwärts „gut“ oft kein Problem. Die linke Seite bei vielen Twirlern: Ernüchternd.

Um an EM oder WM zu gehen, ist es notwendig den „Schweinehund“ zu überwinden und den nächsten Schritt zu gehen. Es ist kontinuierliche Trainingsarbeit ist erforderlich, um diese Herausforderung zu lösen. Wiederholen und wieder wiederholen, sich selbst immer wieder herausfordern, sind Zeichen von sportlichen Denken und Verhalten.

Wer nur „durchmacht“ wird seine Zahlen nicht verbessern. Es ist vielmehr ein Zeichen, das es nicht möglich ist, die Übungen entsprechend nach Fehlerquellen zu analysieren und seine eigenen Bewegungsabläufe zu hinterfragen.

So mancher LT-Neuling wundert sich, wenn bei Flip-Schleudern 0 oder 1 steht, wo doch so oft die Übung gefangen wurde. Dies setzt früher oder später einen Prozess der Selbstreflektion in Gang.

Sportliches Denken und vor allem Handeln fällt nicht vom Himmel. Es ist die Aufgabe des Trainers im Verein diese Voraussetzungen mit dem Entwickeln neuer Strategien beim Training zu schaffen. Es ist Aufgabe des Twirlers, dies durch regelmäßiges Üben zu konditionieren und dabei noch Spaß zu haben, wenn man es geschafft hat sich zu verbessern.

Figur 8, Flip, Flip-Schleudern (1x und 2x drehen!) sind keine Übungen, die bei den Twirlern als schwer empfunden werden. Dieses „flüssige“ und der Zeitfaktor ist die Hürde. Wenn eine Übung schneller gemacht wird setzt dies Präzision im Ablauf voraus. Um Präzision zu erreichen, ist eine Verbesserung der Grundtechnik die Basis. Es muss „anders“ abgeworfen werden, die Bewegungen mit der Hand müssen effektiver gestaltet werden. Eigentlich spannend... jedoch auch zeitintensiv.


Für LT braucht man keine Turnhalle

Alle Übungen können ohne Probleme zuhause geübt werden. Wer sich als Ziel EM/WM setzt sollte rechtzeitig beginnen, dies jeden Tag für 5-10 Minuten zu üben. Sind die Zahlen erst einmal erreicht, ist es einfach – auch nach „Trainingspause“ - dies schnell wieder zu erreichen. Gelernt ist gelernt. Der Twirlingsportler, der es einmal geschafft hat kann da immer wählen zwischen Kontinuität und Brechstange. Beide Methoden sind möglich. Wenn man es nicht „richtig“ macht, wird es wieder schlechter und wenn man konzentriert arbeitet genauso schnell wieder besser. Üben hilft, viel üben hilft viel.


LT-Termine sind in den interessierten Vereinen etabliert

Den teilnehmenden Vereinen fällt es immer leichter, regelmäßig die LT’s durchzuführen. Die Notwendigkeit und positive Auswirkungen auf die Tänze wurden erkannt und dies durch Bereitstellung der Trainingszeit gefördert.

Dennoch kämpfen die Organisatoren an allen Fronten. Da kann, dieser und jener nicht..., da ist kein Sportplatz frei, ...hier kein Trainer, dort vergisst der ein oder andere Twirler den Termin... Besonders ärgerlich, wenn internationale Ambitionen vorhanden sind. Überall, in den Verein das Gleiche.

Da ist auch der Vorstand gefordert. Es müssen Zeiten geschaffen werden, Herausforderungen aller Art gemeistert werden, um ein Projekt EM/WM vorrausschauend umzusetzen.


Nachhalten

Ist ein Ziel gemeinsam mit dem Twirler und Trainer festgelegt, gilt es  nachhaltig daran zu arbeiten. Der Verein geht von der Theorie in die Praxis. DAS ist die wahre Herausforderung. Oft begeistert gestartet, verpufft das nicht selten das Engagement. In einem Jahr klappt es super und im nächsten Jahr ist auf einmal alles wieder neu.

Bei den Trainern ist da höchste Aufmerksamkeitsstufe gefordert. Wer hat einen Durchhänger, wer braucht zusätzliche Übungseinheiten? Über das komplette Jahr nicht den Überblick verlieren, ist nicht einfach. Nehmen alle Teilnehmer teil. Zeigen sich erste Erfolge in den Ergebnissen. Muss im normalen Trainingsbetrieb besondere Übungseinheiten in anderer Form geschaffen werden? Der LT bietet die Möglichkeit sich von klein bis groß, über jung bis alt, gemeinsam eine Basis für ein zielgerichtetes Training im Verein zu entwickeln.

A: Ausdauer –Coopertest
12 Minuten Laufen Messen der Laufstrecke Ziel => GUT

 Coopertest 15 Jahre   16 Jahre 17 Jahre  18 Jahre  über 18 Jahre 
 sehr gut  2500 m 2550 m  2600 m  2650 m  2600 m 
 gut  2100 m 2150 m  2200 m  2250 m  2150 m 
 befriedigend  17oo m 1750 m  1800 m  1850 m  1850 m 
 aussreichend  1100 m 1150 m  1200 m  1250 m  1250 m 

B: Kraft – Battement rechts und links
=> Ziel - 90 Grad 10 Sekunden halten

sehr gut  20 sek. gehalten 
 gut 10 sek. gehalten 
 befriedigend   5 sek. gehalten 
 aussreichend  90° erreicht - kann nicht gehalten werden

C: Situps - Beine angezogen, gebeugt, Füße übereinander-Ellbogen hinter Kopf müssen beim Hochkommen die Knie berühren Zeit 1 Minute

sehr gut  40
 gut 30
 befriedigend 20
 aussreichend 10

D:Spagat - rechts und links, Arme in Schulterhöhe

sehr gut  Füße gestreckt - Hüfte nach vorne - mind. 20 Sek.
 gut 20 Sek. halten
 befriedigend 10 Sek. halten
 aussreichend   5 Sek. halten

E: Flips rechts und links, vw und rw jeweils 1 Minute

sehr gut  120
 gut 110
 befriedigend 100
 aussreichend 90

F: Flip-Schleudern, alle Richtungen vw und rw jeweils 1 Minute

Merke: Schleudern heißt schon seit beginn des Twirlingsports: Der Baton dreht sich 2x!

sehr gut  60
 gut 50
 befriedigend 40
 aussreichend 30

G: Fig. 8 vorwärts + rückwärts, rechts + Links
H: Fig. 8 horizontal Rechts + links
jeweils 30 Sekunden

sehr gut  70
 gut 60
 befriedigend 50
 aussreichend 40